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Old 07-16-2018, 11:50 AM
richterotto richterotto is offline
 
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richterotto is an unknown quantity at this point
Default Hanna und das neue Gesetz

Hanna finanziert ihr luxeriöses Leben durch Betrügereien im Internet.
Der Staat versucht die extrem hoch gewordenen Kosten für den Strafvollzug zu senken und will etwas gegen die hohe Rückfallrate von Straftätern tun.
Das kann für Hanna nicht gut ausgehen.....
(Eine frei erfundene Geschichte, illustriert mit modifizierten Bildern von Dolcett)


Hanna und das Neue Gesetz




Das Gesetz

Leo und Hanna sitzen im Bademantel beim Frühstück:
Hanna hat gute Laune. Gestern ist ihr wieder ein großer Coup im Internet geglückt und endlich kann sie sich ihr Traumauto für fast 200.000 € kaufen.

Hanna blättert die Zeitung durch und bleibt bei einem Artikel hängen....
„Was soll denn das?“ brummt Hanna vor sich hin.
Leo fragt: „Was soll was?“. Sie liest Ihm den Artikel vor:

NEUE STRAFMASSE, TODESSTRAFE SOLL EINGEFÜHRT WERDEN
In einer Stellungnahme gab das Justizministerium bekannt, dass das Strafsystem völlig überarbeitet werden muss.
Die Kosten für den Strafvollzug sind in den letzten Jahren immens angestiegen und werden bald nicht mehr finanzierbar sein. In Anbetracht eine Rückfallrate von über 95% bei Sexualverbrechen und 87% bei allen anderen Straftaten wird der Sinn des Strafvollzugs immer mehr bezweifelt.
Man überlegt, den Bereich der Ordnungswidrigkeiten zu erweitern und mit hohen Geld- oder Arbeitsstrafen zu belegen. Alles was darüber hinaus geht wird als Straftat behandelt und soll mit der Todesstrafe belegt werden. Das Nichtbegleichen von Geld- oder Arbeitsstrafen soll die Ordnungswidrigkeit zu einer Straftat heraufstufen.
Ein entsprechender Katalog kann kurzfristig durch das Justizministerium erarbeitet werden.
Der Gesetzesentwurf wird nächste Woche der Regierung vorgelegt.

Leo überlegt kurz und sagt: „Gut so, aber wie alles was unsere Regierung macht, nicht ausgereift...“.
Hanna ist damit gar nicht einverstanden. Sie hatte immer die Todesstrafe abgelehnt. Das hatte bisher nichts damit zu tun, dass sie auch schon eine Haftstrafe wegen Internetbetrugs absitzen musste und ihren sehr hohen Lebensstandart auch weiterhin mit umfangreichen Internetbetrügereien finanzierte.
Es entbrennt ein heftiger Streit über das Thema Todesstrafe, der auch während des Anziehens anhält. Irgendwie geraten beide aufs Bett. Wie die Versöhnung abgelaufen ist soll aber nicht Gegenstand dieser Geschichte sein. Verraten wird nur, dass beide noch einmal duschen mussten und dann zu spät zur Arbeit kamen.

In den nächsten Wochen gibt es heftige Debatten über das Thema in allen Medien. In jeder Zeitung, mindestens einmal am Abend auf jedem Fernsehsender und natürlich auch im Radio wird heftig debattiert.

Inzwischen wurde der Entwurf der Regierung vorgelegt. Grundsätzlich wurde die Idee für gut befunden, der Vorschlag aber in seiner Form abgelehnt. Er enthalte noch zu viele ungeklärte Punkte.

Nach der Sommerpause soll eine Kommission einberufen werden. Dieser müssen auch Ärzte, Juristen, Gesellschaftswissenschaftler Geistliche und Ökonomen angehören. Folgende Punkte sind zu klären:
1. Der Ordnungswidrigkeiten- bzw. Straftatkatalog vom Justizministerium ist unvollständig und muss überarbeitet werden. Sehr genau muss überlegt werden, ab welcher Schwere der Tat es sich um eine Straftat handelt. Schließlich hängt davon das Leben eines Menschen ab.
2. Auf welche Art soll die Todesstrafe vollstreckt werden? Wäre es ethisch vertretbar, je nach Schwere der Straftat einen schnellen oder einen langsameren Tod herbeizuführen?
3. Was soll mit den Leichen der Hingerichteten geschehen? Kann man sie neben ehrbaren Bürgern begraben oder ist eine Verwertung z.B. in der Futtermittelindustrie möglich?
4. Wie viel Zeit soll zwischen Urteil und Vollstreckung verstreichen? Wie sollen die Verurteilten in dieser Zeit untergebracht werden?
5. Ist eine zentrale Hinrichtungsstelle oder sind mehrere dezentrale besser? Wie kann im Falle einer dezentralen Lösung die Gleichbehandlung gewährleistet werden?
6. Wie soll mit verurteilten Straftätern verfahren werden, die zur Zeit des Inkrafttreten des Gesetzes eine Haftstrafe verbüßen?
7. Welche Änderung der Kriminalitätsrate ist durch den Wegfall von Rückfalltätern und durch die abschreckende Wirkung der Todesstrafe zu erwarten?
8. Welche Gelder werden durch den Wegfall von Gefängnissen frei?

Erst nach einer genauen Beantwortung dieser Fragen und Abwägung aller weiteren Umstände ist die Regierung bereit, wieder über den Gesetzesentwurf zu beraten.

Inzwischen ist die Sommerpause heran, die Menschen im Lande genießen das schöne Wetter hier oder sind im Urlaub. Die Diskussionen werden immer weniger. Das Thema gerät fast in Vergessenheit. Zwischen Nachrichten über den Vulkanausbruch in der Südsee, den Flugzeugzusammenstoß über Mexiko und die blutigen Unruhen in Afrika teilt eine kleine Pressenotiz von der Zusammenkunft der Kommission mit.
In den nächsten Monaten geht die Kommission ihrer Arbeit nach. Es wird untersucht, heiß diskutiert, beraten und es werden weitere Fachleute hinzugezogen. Es werden Gesetze untersucht aus Zeiten, als es noch die Todesstrafe gab. Auch werden Fälle untersucht, die mit der Vollstreckung der Todesstrafe endeten. Dabei betrachtet man die Sache aus allen Richtungen: juristisch, die Vollstreckung selber aus technischer und medizinischer Sicht, aus Sicht der Hinterbliebenen, wie stand damals die Öffentlichkeit dazu usw.
Damit die Kommission in Ruhe und subjektiv arbeiten kann und nicht durch emotional geprägte Medienbeiträge beeinflusst wird, hat man eine Nachrichtensperre verhängt. Deshalb geriet das Thema in den nächsten Monaten fast in Vergessenheit.
Als aber nach 18 Monaten der über 1000 Seiten starke Bericht mit dem Gesetzesentwurf der Regierung vorgelegt und im Internet veröffentlicht wurde, gingen sofort die Diskussionen im ganzen Land wieder los. Immer mehr war aber eine Befürwortung heraus zu hören.
Der Gesetzesentwurf wurde 8 Tage in der Regierung beraten und nahezu unverändert als Gesetz verabschiedet. Auch die Kataloge über Ordnungswidrigkeiten und Straftaten und das neue Ordnungswiedrigkeitengesetz wurden verabschiedet.

Leo hat sich den Gesetzestext und die Anhänge aus dem Internet von der Seite des Justizministeriums heruntergeladen und zeigt ihn seiner Frau. Hanna kann immer noch nicht glauben, dass das nun wirklich zum Gesetz geworden ist: Beim lauten Vorlesen der Ausdrucke wird ihr etwas mulmig:
GESETZ ÜBER DIE BESTRAFUNG VON STRAFTATEN

Diese Neufassung des Gesetzes ist notwendig geworden, um die Kosten des Vollzuges von Freiheitsstrafen zu verhindern und um die Bevölkerung vor Rückfalltätern zu schützen.

Allgemeines
§1
Verstöße gegen geltendes Recht sind nach dem Katalog über Ordnungswidrigkeiten und Straftaten vom 10. diesen Monats zu bewerten.
Ordnungswidrigkeiten werden nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten vom 08. diesen Monats bestraft.
Straftaten werden in drei Schwereklassen eingeteilt und in jedem Fall mit der Todesstrafe belegt. Täter, für die eine Vorstrafe aktenkundig ist, sind zur nächst höheren Schwereklasse zu verurteilen. Werden Strafen nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten nicht fristgerecht abgeleistet, gilt dies als Straftat und die Täter sind zum Tode nach der niedrigsten Schwereklasse zu verurteilen.


Vollstreckung
§2
Die Vollstreckung der Todesstrafe erfolgt durch Aufhängen am Hals, bis der Tod eintritt. Dabei haben die Hände auf dem Rücken gefesselt zu sein. Bei sehr unruhigen Delinquenten können auch die Beine gefesselt werden, bei Gegenwehr oder Zusammenbruch soll der Delinquent fest an ein Standbrett gebunden werden.
Bei Delinquenten, die für leichte Straftaten (Schwereklasse 1) verurteilt sind, ist ein langer Fall zu wählen, so dass der Tod sofort durch Genickbruch eintritt.
Für Delinquenten, die für mittlere Straftaten (Schwereklasse 2) verurteilt sind, ist ein kurzer Fall zu wählen, so dass sich die Schlinge schnell zuzieht und der Tod innerhalb von wenigen Minuten durch Abdrücken der Halsschlagadern oder Ersticken eintritt. Der Delinquent soll kurz Gelegenheit haben, seinen Todeskampf zu erleben.
Delinquenten, die für schwere Straftaten (Schwereklasse 3) verurteilt sind, werden ohne Fall aufgehängt, die Schlinge soll sich sehr langsam zuziehen. Der Tod soll frühestens nach 20 Minuten eintreten.

§3
Nach einer rechtskräftigen Verurteilung bekommt der Verurteilte vom Gerichtsdiener ein unlösbares Armband mit einem Mikrochip angelegt. In diesem Mikrochip sind die Daten des Verurteilten und das Urteil selber in maschinenlesbarer Form unveränderbar gespeichert. Der Verurteilte ist sicher von der Außenwelt abgeschirmt direkt vom Gerichtssaal in die Vollzugsanstalt zu überführen Dazu sind in den Gerichten Auslieferungszellen einzurichten und Gefangenentransporter entsprechend auszurüsten. Ein Kontakt zur Außenwelt oder dem Anwalt ist nicht mehr möglich. Alle Angelegenheiten muss der Anwalt selbständig regeln. Die Kleidung und Wertgegenstände des Verurteilten erhält treuhänderisch der Anwalt.

Hinrichtungsgefängnis
§4
Als Hinrichtungsstätte wird das noch leere Gefängnis in Unterbach eingerichtet. Aus Sicherheitsgründen und zum Schutz vor Manipulationen haben alle Insassen nackt zu sein. Der Zeitpunkt der Hinrichtung wird durch Los bestimmt in der Art, dass ein neu ankommender Verurteilter ein Los mit einer Zellennummer zieht und der Insasse dieser Zelle sofort seiner Hinrichtung zugeführt wird. Der neu Angekommene bezieht anschließend diese Zelle.
Die durchschnittliche Wartezeit auf die Vollstreckung soll ca. 20 Tage betragen. Entsprechend dieser Vorgabe und der durchschnittlichen Zahl von Neuzugängen ist die Zahl der Insassen zu wählen.
Wenn sich Zahl der Neuzugänge (besonders in der Übergangszeit) stark ändert, soll zur Gewährleistung der durchschnittlichen Wartezeit die Zahl der Insassen angepasst werden. Zum Erhöhen der Insassenzahl sollen Neuzugänge kein Los ziehen und in zusätzlichen Zellen untergebracht werden. Zur Verringerung sollen neu ankommende Verurteilte zusätzliche Lose ziehen und anschließend auch die Insassen der entsprechenden Zellen hingerichtet werden. Der Inhalt der Losanlage ist entsprechend der belgten Zellen anzupassen.
Sollte ein Verurteilter schwer erkranken, kann er anstelle eines ausgelosten Häftlings hingerichtet werden.
Andere Ausnahmen vom Losverfahren sind nicht zulässig.
In den Zellen sind Kameras zu installieren. Diese sollen der Überwachung der Gesundheit und gelegentlichen Sicherheitskontrollen dienen.
Die Verurteilten sind ausreichend zu ernähren, die Zellen sind zu beheizen und es sind Voraussetzungen für eine angemessene Körperhygiene zu schaffen.
Es darf während der Wartehaft keinerlei Kontakt zwischen Verurteilten und Personal möglich sein.
Die Zuführung vom Gericht bis in die Zelle und die Zuführung und Vorbereitung zur Hinrichtung sowie die Hinrichtung selber hat immer durch zwei entsprechend ausgebildeten Fahrer der Gefangenentransporter zu erfolgen

§5
Wenn die Zahl der Straftaten eine Abschreckung nötig macht, sollen Hinrichtungen im Fernsehen übertragen werden. Dabei sind das Gesicht, die Genitalien und bei Frauen auch die Brüste unkenntlich darzustellen.

§6
Die Leiche des Hingerichteten wird einer Verwertung in der Futtermittelindustrie zugeführt. Tierparks können auf Antrag Leichen zur Fütterung ihrer Raubtiere erhalten. Dabei darf die Identität der Hingerichteten nicht feststellbar sein. Eine Verfütterung darf nicht unter den Augen des Publikums erfolgen.

Übergangszeit

§7

Bestehende Haftstrafen sind folgendermaßen in Strafen nach diesem Gesetz umzuwandeln:
Resthaftstrafen, die ab dem Stichtag weniger als ein Jahr betragen, sind noch als Haftstrafe zu vollziehen.
Resthaftstrafen, die ab dem Stichtag mindestens ein Jahr und weniger als vier Jahre betragen, werden in Todesstrafe nach Schwereklasse 1 umgewandelt.
Resthaftstrafen, die ab dem Stichtag mindestens vier Jahre und weniger als sieben Jahre betragen, werden in Todesstrafe nach Schwereklasse 2 umgewandelt.
Resthaftstrafen, die ab dem Stichtag sieben Jahre oder mehr betragen, werden in Todesstrafe nach Schwereklasse 3 umgewandelt.
Die Umwandlung der Strafen wir über den Zeitraum vom Januar bis Oktober nächsten Jahres erfolgen.

Der Zeitpunkt für die einzelnen Justizvollzugsanstalten wird durch die erste Ziffer ihrer Postleitzahl bestimmt. Dabei steht 1 für Januar, 2 für Februar.........9 für September und die 0 für Oktober.
Als Stichtag für die Feststellung der verbleibenden Haftdauer der Insassen gilt immer der 15. des entsprechenden Monats.
Die Zuführung der hinzurichtenden Straftäter in das Hinrichtungsgefängnis Unterbach hat nach der alphabetischen Reihenfolge ihrer Nachnamen über alle Tage des Monats gleichmäßig verteilt zu erfolgen.
Die zuerst frei gewordenen Haftanstalten sind mit den Häftlingen aufzufüllen, die ihre unter einjährige Haftstrafe zu verbüßen haben. Somit kann die Auflösung der nun unnötigen Haftanstalten schnell erfolgen und die finanziellen Einsparungen schnell wirken.


§8
In den Anlagen sind zwei Ausführungen eines Hightech-Galgens beschrieben. Diese beiden Ausführungen sind als mechanisch funktionierende Provisorien im Hof des Hinrichtungsgefängnisses Unterbach zu errichten und bis zur Erstellung der endgültigen technisch voll ausgerüsteten Galgen für Hinrichtungen zu verwenden. Es ist so bald wie möglich je Galgen und je Schwereklasse eine Hinrichtung zu filmen. Dieser Film soll jedem Hinzurichtenden in allen Haftanstalten vorgeführt werden und anschließend sollen die Betroffenen auf einem Abstimmungsbogen ankreuzen, welcher Galgen in Zukunft verwendet werden soll. Sobald das Ergebnis feststeht, wird der Auftrag zur Produktion und Errichtung der Galgen an die gewinnende Firma vergeben.

Zur Einstellung der neuen Galgen können sich für die ersten 15 Hinrichtungen je Galgen Freiwillige melden, die in den Wartezellen sitzen. Diese können dann in einer niedrigeren Schwereklasse hingerichtet werden, als ihr Urteil lautet.

§9
Dieses Gesetz tritt am 01. des nächsten Monats in Kraft und setzt ab diesem Termin das frühere Strafvollzugsgesetz und das Gesetz über Strafmaße außer Kraft.




Beschreibung des Galgens von Firma Stahlbau Müller
in Zusammenarbeit mit
HiTec Steuerungen ****

Die Firma Müller hat sich der Entwicklung von Maschinen und mechanischen Konstruktionen als Einzelstück oder in geringen Stückzahlen verschrieben. In enger Zusammenarbeit mit der HiTec Steuerungen **** haben wir schon Komponenten für die Raumfahrt, die Formel1 oder den Industriebau geliefert.
Wir haben einen Galgen für die effektive saubere und schnelle Hinrichtung von Delinquenten nach der neuen Gesetzgebung entwickelt und können diesen innerhalb kurzer Zeit produzieren und aufstellen.

Der Galgen wird aus Edelstahl gefertigt. Die Steuerung und Elektronik ebenso wie die Antriebe der verschiedenen Funktionen befinden sich geschützt in seinem Inneren. Das System ist mit einem Notstromakku ausgerüstet, der bei Stromausfall sofort die komplette Stromversorgung übernimmt und sogar noch für bis zu 10 Hinrichtungen reicht. Die Steuerung aller Funktionen kann direkt am Tastenfeld oder per Funkfernsteuerung erfolgen.
Es handelt sich um ein völlig neues Konzept eines Galgens. Er besticht durch seine technischen Innovationen und sein edles Design in gebürstetem Edelstahl. Der Mast geht in einem sich verjüngenden Bogen stufenlos in den Ausleger über.
Es gibt keine Plattform mit Falltür mehr, auf die man hinaufsteigen muss. Es kann alles zu ebener Erde vorbereitet werden und dann fährt der Galgen mit dem Delinquenten auf seiner Plattform wie mit einem Fahrstuhl hoch.

Zur Hinrichtung muss der Delinquent zum Galgen geführt werden Er bleibt auf der im Boden eingelassenen Plattform stehen. Wenn noch nicht geschehen, können jetzt mittels eines kurzen aus dem entsprechenden Spender gezogenen Seils die Hände gefesselt werden. Dann wird die von oben herab hängende HiTec-Schlinge um den Hals gelegt und leicht zugezogen.
Für sehr widerspenstige oder zusammenbrechende Delinquenten kommt auf Knopfdruck ein Standbrett aus dem Mast geschwenkt. Mit den dort vorhandenen Schellen für die Gliedmaßen und den Oberkörper kann er am Brett fixiert werden und wird ruhig und sicher stehen.
Nun muss nur noch der Startknopf gedrückt werden und alles weitere läuft völlig automatisch ab.
Ein Lasersensor ermittelt den Halsumfang und die Grüße des Delinquenten. Zugleich wird er gewogen und die Daten des Urteils werden aus seinem Armband ausgelesen. Aus allen diesen Daten errechnet die Steuerung den weiteren Ablauf. Während der ganzen Hinrichtung misst der Galgen die Herzfrequenz des Delinquenten und kann so eindeutig den Tod anzeigen. Alle Daten werden auf dem Farbdisplay angezeigt und auf einer Festplatte aufgezeichnet.

Wenn ein Urteil in der Schwereklasse 3 vorliegt, zieht der Galgen langsam das Seil ein bis der Delinquent etwa drei Meter hoch hängt.
Bei Urteilen der Schwereklassen 2 und 1 fährt der Galgen zusammen mit der Plattform hoch. Im Inneren wird die Länge des frei Abrollenden Seils eingestellt. Wenn der Galgen die entsprechende Höhe erreicht hat, klappt die Plattform mit Druckluft betrieben schlagartig nach unten weg und der Delinquent kann frei fallen bis das Seil ihn stoppt. Die Länge des freien Seils ist genau je nach Urteil und nach Gewicht und Halsumfang des Delinquenten berechnet worden. Der Eintritt des Todes wird auf dem Display angezeigt.
Eventuelle Ausscheidungen des Delinquenten werden in der Wanne unter dem Galgen aufgefangen und durch eine ausgeklügelte Wasserspülung in die Kanalisation gespült.

Mittels der intelligenten Ablagefunktion kann die Leiche per Knopfdruck oder automatisch nach einer zwischen einer Minute und 42 Stunden einstellbaren Zeit nach den Tode an einen vorprogrammierten Ort im Umkreis von 25 Metern abgelegt werden. Dazu dreht der Galgen sich in die entsprechende Richtung und fährt aus seinen Ausleger einen Teleskoparm bis zu 25 Meter aus. Dann lässt er die Leiche herunter. Die HiTecSchlinge öffnet sich durch hydraulische Elemente in ihrem Inneren und mit ausgeklügelten Bewegungen wird sie vom Kopf gezogen. Das Seil fährt zurück in den Galgen und wird dort gereinigt. Schon 2,5 Minuten nach Eintritt des Todes kann die nächste Hinrichtung statt finden.

Der Galgen braucht einen Wasseranschluss, einen 230 V Wechselstromanschluss mit 10 Ampere und für die Auswertung der Daten oder für die komfortable Programmierung mit dem PC einen Netzwerkanschluss.

Am Standort muss das Graben bzw. Bohren bis in eine Tiefe von 7 Metern möglich sein.

Hinrichtungen schnell, hygienisch und ohne Kraftanstrengung – Das wird möglich mit dem neuen Galgen von Firma Stahlbau Müller in Zusammenarbeit mit HiTec Steuerungen ****



Beschreibung des Galgens von Holzbau **** in Holrode

Seit drei Generationen betreibt unsere Firma Sonderholzbau. Unsere Spezialität besteht in der unsichtbaren Unterbringung von Steuerungen und Antrieben in klassischen Holzkonstruktionen.

Wir bieten hier einen klassischen Galgen an. Er besteht aus einer 2,5 mal 2,5 Meter großen Plattform mit einer Falltür. Die 2,6 Meter hohe Plattform ist über 13 Stufen zu erreichen. Der eigentliche Galgen besteht aus zwei Masten mit einem Querholm. Das besondere unseres Galgens ist von außen nicht zu sehen, es steckt im Inneren der Konstruktion.
Das Seil wird von einer computergestützten Winde gesteuert.
Die Falltür öffnet blitzschnell durch eine versteckte Hydraulik. Sie enthält eine elektronische Waage zur Ermittlung des Gewichtes des Delinquenten. Ein Lesegerät kann die im Armband des Delinquenten gespeicherten Daten zum Urteil auslesen. Sensoren an der Schlinge ermitteln den Umfang des Halses des Delinquenten. Mit diesen Daten kann der Steuerrechner berechnen, wie weit der freie Fall sein soll, bis das Seil stoppt.
Der integrierte Herzfrequenzmesser zeigt genau an, wann der Tod eintritt. So muss man die Leiche nicht unnötig lange hängen lassen und ist eher bereit für die nächste Hinrichtung.
Wegen eventueller Verunreinigungen ist der Boden unter dem Galgen leicht wannenförmig ausgebildet. Integrierte Wasserdüsen spülen alles in die Kanalisation.
Zum Ablegen der Leiche kann man mit einem Karren oder Transporter unter den Galgen fahren und die Leiche ganz herunter lassen.
Für widerspenstige Delinquenten liefern wir ein L-förmiges Standbrett, welches über ausreichend Riemen mit modernen Klettverschlüssen zur Fixierung das Delinquenten verfügt. Sollte ein Delinquent einen Zusammenbruch erleiden und nicht mehr stehen können oder wehrhaft sein, wird dieses Brett gute Dienste leisten.

Viele saubere problemlose Hinrichtungen mit unserem modernen Galgen im klassischen Design wünscht Holzbau **** in Holrode.



Die Abstimmung über die Auswahl des Galgens hatte übrigens nichts gebracht. Die meisten Häftlinge hatten sich geweigert, für ihre Hinrichtung nun auch noch einen Galgen auszusuchen. Die wenigen abgegebenen Stimmen reichten nicht für ein demokratisches Ergebnis.
So musste die Auswahl in einer Regierungssitzung debattiert werden. Dort konnte man sich auch nicht eindeutig für die eine oder andere Lösung entscheiden. Man wollte eine klassische Lösung haben. Die Hinrichtungen sollen nicht von einem kalten metallischen Automaten durchgeführt werden. Man wollte aber auch die Arbeitserleichterungen, die die Lösung der Metallbaufirma dem Vollstreckungspersonal bot. Auch war deren Steuerung besser und sicherer.
Die beiden Firmen taten sich inzwischen zusammen und legten gemeinsam ein neues Angebot vor. Darin vereinten sie die klassischen Komponenten aus Holz mit Hightechkomponenten der Metallbaufirma. Das Problem des Abtransports der Leichen löste man mit einem unterirdischen Förderband. Der Vorteil dabei ist, dass die Leichen außerhalb der Mauern des Gefängnishofes an die abholende Firma übergeben werden. Ganz im Sinne des klassischen Designs erfolgt die Auslösung der Falltür nun mit einem Hebel. Dessen Freigabe erfolgt erst, wenn der Steuerrechner alle Parameter ermittelt hat.

Dieser Vorschlag wurde angenommen. Die Bauarbeiten sind bereits in vollem Gange und werden beendet sein, bis im Januar die ersten Delinquenten aus den Justizvollzugsanstalten eintreffen.
Seit Inkrafttreten des neuen Gesetzes sind schon über 100 Hinrichtungen mit den provisorischen Galgen vorgenommen worden.
Die Verbrechensrate ist nach der Bekanntmachung des neuen Gesetzes und der ersten Vollstreckungen deutlich gesunken. Experten sagen aber voraus, dass dies nur dem ersten Schock zu verdanken ist und auf lange Sicht wieder ein Anstieg zu erwarten sei. Wobei das Wegfallen der Rückfalltäter aber auch noch eine Rolle spielen wird.
Das Justizministerium hat angekündigt, in der Zeit vom 4. Advent bis zum Jahreswechsel anstehenden Verurteilungen auf das nächste Jahr zu verschieben.
Das Hinrichtungsgefängnis in Unterbach heißt nun offiziell Vollzugsanstalt. Die dortige Leitung hat verlauten lassen, dass nach anfänglichen Schwierigkeiten die Abläufe nun tadellos funktionieren und man keine Bedenken wegen des im Januar zu erwartenden Ansturms hat.

Das Urteil

Hanna sitzt auf der harten Holzbank. Ein verschlossener Gürtel um ihre Hüfte ist über einem kurzen Riemen mit der Lehne der Bank verbunden und lässt ihr wenig Platz, um sich zu bewegen oder ihre Sitzposition zu ändern.
Die 10 Wochen Untersuchungshaft stehen ihr ins Gesicht geschrieben. Sie fühlt sich nicht wohl und hat Angst vor dem Urteil. Nur schemenhaft sieht sie die Menschen im Zuschauersaal. Heute zur Urteilsverkündung scheinen es mehr als sonst zu sein. Es sind bestimmt auch ein paar dabei, die sie betrogen hat.
In der ersten Reihe erkennt sie Leo. Auch ihn hatte man vor 10 Wochen festgenommen. Aber er hatte mit der Sache nicht zu tun und war nach drei Tagen wieder frei..

Ihr Anwalt machte ihr Mut. Sie hatte für einen Großteil der im Internet erbeuteten 2,3 Millionen Euro noch den Gegenwert. Durch geschickte Verkäufe könnte man die Sachen zu Geld machen und so sicher die Hälfte der Summe zurückzahlen. Für den Rest ließe sich auch eine Lösung finden. Das trug er auch in seinem Plädoyer vor und bat das Gericht, dies entsprechend zu berücksichtigen.
Er meinte, dass Ihr Vergehen als Ordnungswidrigkeit zu bewerten sei und sie maximal mit einer hohen Arbeitsstrafe zu rechnen hätte.
In ihren Gedanken nahm sie kaum wahr, dass der Richter sie ansprach und fragte, ob sie vor der Bekanntgabe des Urteils noch etwas sagen wolle. Abwesend schüttelte Hanna mit dem Kopf.
Der Richter erhob sich langsam und mit ihm alle um Hanna herum. Reflexartig wollte sie auch aufstehen, aber ihre Fesselung verhinderte das.
„Frau Hanna Neubert. Sie sind angeklagt des schweren Betruges und der Computerkriminalität.
Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil: Sie werden in allen Punkten der Anklage für schuldig befunden. Entsprechend des Kataloges über Ordnungswidrigkeiten und Straftaten ist dies eine Straftat der Schwereklasse 1 und Sie werden deshalb zum Tode durch Erhängen gemäß Gesetz über die Bestrafung von Straftaten verurteilt. Da für Sie eine Vorstrafe aktenkundig ist, wird Ihre Hinrichtung nach der nächst höheren Schwereklasse, der Schwereklasse 2 entsprechend eben genanntem Gesetz ausgeführt.
Dieses Urteil ist rechtskräftig und nicht anfechtbar, die Hinrichtung ist ab sofort vollstreckbar und sie werden keinen Kontakt zur Außenwelt mehr haben..
Nach der Urteilsbegründung werden Sie in eine Spezialzelle geführt. Von dort aus geht es dann in die Vollzugsanstalt Unterbach weiter. Der genaue Hinrichtungszeitpunkt wird dort durch Los bestimmt“

Der Richter und alle Anderen setzten sich wieder.
Von der Urteilsbegründung bekam Hanna nichts mit. Ihre Gedanken kreisten nur um Todesstrafe, erhängen, Schwereklasse. Auch den Gerichtsdiener nahm sie nicht wahr, der ihr ein Chiparmband mit einer Spezialzange anlegte.
Sie sah den Gesetzestext vor sich, sie hatte ihn ja damals vor über zwei Jahren gelesen als Leo ihn runter geladen hatte.
Und tatsächlich, sie hatte ihre Betrügereien eine Weile sein lassen. Aber um so mehr Zeit verging, um so mehr geriet das Gesetz in Vergessenheit. Und nach und nach hatte sie wieder angefangen, die Leute im Internet um ihr Geld zu prellen. Dann, vor 10 Wochen stand plötzlich die Polizei vor der Tür mit zwei Haftbefehlen....
Leo... seit 10 Wochen hat sie ihn nicht mehr in Ihrer Nähe gehabt – und wird ihn wohl nie wieder sehen. Leo... Leo... wollte sie rufen. Aber sie brachte in ihrem Schock keinen Laut heraus.


Die Überführung

Zwei Polizisten legten Hanna Handfesseln an, die links und rechts in ihrem Hüftgürtel eingehakt wurden und lösten den Gurt zur Rückenlehne. „Los gehts“, sagte einer. Wie im Trance folgte Hanna dem leichten Druck und lies sich durch die Seitentür aus dem Gerichtssaal führen. Am Ende eines kurzen fensterlosen Ganges musste Hanna in einen kleinen Raum gehen, dessen Tür sofort von außen verschlossen wurde. Langsam konnte sie wieder klar denken und wurde sich ihrer Lage so richtig bewusst. ...Tod durch Erhängen...wird es weh tun?... Was hatte der Richter gesagt? Das Urteil ist rechtskräftig und nicht anfechtbar. Hieß das, es gibt keine Berufung? Ihr Anwalt hatte sie nicht darauf vorbereitet.
Hanna ordnete ihre Gedanken und lies die letzte Stunde noch einmal an sich vorbeiziehen.
Jetzt erst verstand sie: es ist endgültig, sie wird in wenigen Tagen aufgehängt. Es ist alles aus und vorbei.
Und Leo? Sie wollte ihn noch einmal sehen, sich von ihm verabschieden. Aber selbst das ist nicht möglich; „keinen Kontakt zur Außenwelt...“ hatte der Richter gesagt.
Hanna sah sich um. Wände und Fußboden und die Innenseite der Tür waren aus einem hellgrauem Kunststoff. Die Decke war matt durchscheinend. In der Mitte der Seitenwände konnte man durch klare Stellen Kameraobjektive sehen. Die gesamte Decke leuchtete diffus und tauchte die zwei mal zwei Meter große und völlig leere Zelle in ein weiches Licht. An der Tür befand sich in Hüfthöhe eine ca. 60 mal 20 cm große Klappe, rechts daneben in der Ecke ein Klo aus Edelstahl. Von der Oberkante der Klappe über die Tür zur Decke und die Decke entlang bis zur gegenüber liegenden Wand führte ein durchgehender etwa 1 cm breiter Spalt.
Hanna kreisten die Gedanken um ihr Schicksal durch den Kopf. Ein paar Tränen liefen über ihre Wangen.
Dann wurde die kleine Klappe in der Tür nach oben geschoben. Draußen war es völlig dunkel und Hanna konnte nichts erkennen. Sie hörte die Stimme eines der beiden Polizisten, der sie her geführt hatte:“ Treten Sie bitte an mit den Rücken an die Öffnung“. Hanna tat wie ihr geheißen. Es wurde ihre linke Handfessel aus dem Hüftgürtel ausgehängt. Dann zog man ihren Unterarm an der Handfessel durch die Öffnung nach außen und hängte sie seitlich an der Tür ein. Hanna musste sich nach vorne beugen, um Schmerzen zu verhindern. Nachdem auch ihr rechter Arm so befestigt war, nahm man ihr den Hüftgürtel ab. Nun öffnete man ihre Handfesseln und kaum dass die Arme nicht mehr in der Öffnung waren, knallte die Klappe schon wieder zu. Hanna wollte noch nach Leo fragen oder eine Nachricht übermitteln lassen – aber das hätte wahrscheinlich sowieso keinen Zweck gehabt.
Nun hörte sie eine monotone Lautsprecherstimme: „ Bitte entkleiden Sie sich vollständig. Legen Sie Ihre Kleidung, die Schuhe und allen Schmuck sowie Wertgegenstände in den Behälter in der Tür. Die Sachen werden Ihrem Anwalt übergeben. Während der Durchsage hatte sich die Klappe wieder geöffnet. Hanna konnte einen außen angebrachten Behälter sehen.
Sie zog sich aus. Als sie ihr Tshirt über den Kopf ziehen wollte, sah sie wieder die Kameralinse. Erst wollte Hanna sich weg drehen, aber wohin eigentlich. Sie wurde sich bewusst, dass sie kein Recht auf Intimsphäre mehr hatte und wahrscheinlich jeder Moment in ihrem restlichen Leben von irgend jemandem beobachtet würde. Und wieder rollten ein paar Tränen über die Wangen.
Also zog sie sich vollständig aus, legte jedes Stück sorgfältig zusammen und steckte es durch die Klappe. Ach wenn sie nur Zettel und Stift hätte. Es würde wohl auch nichts nutzen. Die Sachen werden sicher durchsucht und eine Nachricht würde Leo nie erreichen. Wie gerne möchte Hanna sich von Leo verabschieden. Lange behielt sie ihre Halskette in der Hand und berührte sie mit den Lippen. Leo hatte sie ihr zur Verlobung geschenkt und sie hatte die Kette seit dem nie abgelegt.


In der Überwachungszentrale des Gerichtsgebäudes hatten zwei Polizisten Dienst. Sie schauten schon eine ganze Weile auf die beiden Bildschirme der Auslieferungszelle. Sie beobachteten das Mädchen, das sich da gerade auszog. Plötzlich sitzt der eine kerzengerade in seinem Stuhl. „ Was macht die da, die hat doch gerade ihre Kette abgenommen. Schau mal, will die die Kette jetzt verschlucken?“
Der Andere antwortet:“ Das kommt davon, weil du immer nur auf Arsch und Titten schaust. Sonst hättest du gesehen, dass sie die Kette ganz verliebt anschaut und küsst. Wahrscheinlich ist die von ihrem Kerl. Aber das ist ja nun vorbei - mit dem Kerl - und bald mit ihr. Guck dir nur mal das Weib an, da stimmt alles. Ist das nicht eine Bombenfigur? Und auch ein bildhübsches Gesicht hat sie, Selbst die Haare treffen genau meinen Geschmack. Eigentlich ist es richtig schade, dass so ein herrliches Mädchen aufgehängt wird.“


Hanna legte die Kette vorsichtig, als könne sie zerbrechen, auf ihre Sachen in dem Behälter. Sofort wurde die Klappe wieder geschlossen.
Mit ihren nackten Füßen spürt Hanna, dass sich der Fußboden angenehm weich und gar nicht kalt an fühlt. Sie setzte sich in eine Ecke und legte die Arme um ihre angezogenen Beine. Der Kopf sank auf die Knie und Hanna weinte leise.
Sie muss wohl eingenickt sein. Durch ein Geräusch wurde sie wach. Hanna weiß nicht, wie viel Zeit inzwischen vergangen ist. Sie fragte sich, wie sie in ihrer Situation jetzt schlafen konnte.

Später ging die Klappe an der Eingangstür wieder auf und die Stimme des einen Polizisten sagte: „Stellen Sie sich mit dem Rücken an die Tür und stecken Sie die Hände durch die Öffnung.“ Hanna ging zur Tür. Leicht gebeugt schob sie die Hände nach hinten durch die Öffnung. Ihr wurden wieder der Beckengurt und die Handfesseln angelegt. Aber da war noch etwas. An der Rückseite des Gürtels war wie im Gericht ein Reimen befestigt, dessen anderes Ende in dem senkrechten Spalt über der Klappe verschwand. Sie konnte sich kaum noch bewegen und musste mit dem Rücken zur Tür stehen bleiben. Die gegenüberliegende Wand fuhr von oben wieder herab.
Hannas Gedanken kreisten um Ihr Leben, das nun so enden soll. Sie sah die Zeilen des Gesetzes vor sich. Warum hat sie damals nicht damit aufgehört. Aber sie hatte sich an ihr teures Leben gewöhnt. Das kleine Gehalt als Sekretärin reichte da nicht aus. Und immer wieder dachte sie an Leo.
Völlig neue Geräusche erreichten Hannas Ohren. War das ein Auto? Nach kurzer Ruhe hob sich die gegenüber liegende Wand wieder. Statt des Klos war dort jetzt ein weiterer kleiner Raum. Er schien aus dem gleichen Material zu bestehen. Die Decke leuchtete auch. Links und rechts bildeten Trennwände je vier kleine vielleicht 70 cm mal 70 cm breite Kabinen. Zwei Kabinen waren durch eine Art Rollladen verschlossen, die Anderen offen. Dazwischen blieb ein schmaler Gang. Der Spalt in der Decke von Hannas Zelle ging in dem neuen Raum weiter und verteilte sich zu den acht Kabinen.
Nun lockerte sich der Riemen, der Hanna bisher an der Tür festgehalten hatte. Er bewegte sich in dem Schlitz die Decke entlang und Hanna musste dem Zug der Riemens in eine Kabine auf der linken Seite folgen. Dort wurde sie dann durch den Riemen auf eine Bank gedrückt und sie konnte sich kaum noch bewegen. Von oben senkte sich ein Rollladen und verschloss die Kabine. Links und rechts stießen ihre Armen an die Seitenwände, vorne die Knie an den Rollladen und der Rücken wurde fest an die Rückwand gezogen. Hanna fühlte sich wie einbetoniert und war froh, dass sie nicht die Platzangst ihrer Mutter geerbt hatte. Sie vernahm ganz schwach einige Geräusche und hatte das Gefühl, dass ihre kleine Kabine gut schallgedämmt ist.
Plötzlich gab es eine Ruck und sie wurde durchgeschüttelt. Hanna war in einem Auto. Jetzt also kam sie dem Ort ihrer Hinrichtung unaufhaltsam näher. Hanna wurde mächtig hin und her geschüttelt. Sie dachte an ihre S-Klasse. Nie wieder würde sie so komfortabel reisen.
Zum Glück war das Material um sie herum relativ weich. Obwohl sie laufend überall anstieß, hielten sich die Schmerzen in Grenzen.
Nach ca. drei Stunden Fahrt fühlte Hanna, dass rückwärts rangiert wurde. War sie an ihrem letzten Ort angekommen, wurde sie jetzt hingerichtet. Der Richter hatte gesagt, das Urteil sei ab sofort vollstreckbar. Er sprach auch von einem Los. Sicher waren in den zwei verschlossenen Kabinen auch Verurteilte. Sollte das Los die Reihenfolge der Hinrichtungen entscheiden. Sie versuchte sich an den Text des Gesetzes zu erinnern. Irgend etwas stand da auch vom Zeitpunkt der Hinrichtung.
Und es viel ihr wieder ein. Es würde ein Los gezogen und der arme Schlucker aus der Zelle mit dieser Nummer wird hingerichtet. In diese Zelle muss sie dann einziehen. Hanna atmete auf. Also heute auf jeden Fall noch nicht – sie hatte noch etwas zu leben.
Ganz schwach hörte sie einige Geräusche. An deutlichsten vernahm Hanna etwas, was wie das Schließen des Rollladens vor ihrer Kabine klang. Dann ging die Schüttelei wieder los. Es war also ein Sammeltransport, der Verurteilte von verschiedenen Stellen abholte. Hanna rief laut: „Hallo, kann mich jemand hören, ist hier noch jemand“ Aber niemand konnte sie hören.
Das war also Ihre letzte Rundfahrt durch ihr Heimatland: hin und her geworfen alleine in einer engen fensterlosen und schallgedämmten hellgrauen Zelle nackt auf einer Bank angebunden.
Nach etwa einer Stunde wurde wieder gehalten und scheinbar noch ein Insasse aufgenommen.
Die weitere Fahrt schien endlos lange zu dauern. Hanna hatte trotz der Schüttelei immer mal wieder geschlafen.



Die Ankunft


Dann war Ruhe. Nur hin und wieder ein undefinierbares schwaches Geräusch. Ganz zu Anfang und nach etwa einer halben Stunde scheint der Rollladen einer Kabine geöffnet worden zu sein. Nach etwa weiteren 20 Minuten hob sich der Rollladen vor Hanna. Ihr Haltegurt bewegte sich die Decke entlang aus dem Transporter in eine Zelle, die fast wie die im Gericht war. Hanna hatte ihre Beine stundenlang nicht bewegen können und folgte der Leine sehr wacklig, bis sie mit dem Rücken zu einer Öffnung diesmal in der Seitenwand stand. Dort wurde ihr die rechte Handfessel abgenommen. Von der Decke senkte sich ein rotierender Plexiglaskasten, wie Hanna ihn aus Verlosungen vom Fernsehen kannte. Im Kasten mischten sich jede Menge gelber Chips aus Kunststoff.. Eine Stimme hinter der Öffnung sagte:“Ziehen sie bitte einen Chip aus der Trommel und halten sie diesen dann vor die glänzende Fläche bis das Ergebnis angesagt wird. Dann legen Sie ihn wieder zurück. Die Trommel blieb stehen und der Deckel sprang auf. Hanna holte einen Chip von ganz unten heraus und hielt ihn an die Sensorfläche. Oberhalb ging eine Leuchtanzeige an und zeigte : 063. Zugleich knarrte eine synthetische Lautsprecherstimme: “drei-und-sechzig“. Die Lostrommel wurde wieder nach oben gefahren.
„Bitte stecken Sie Ihren Arm wieder heraus“. Der rechte Arm wurde wieder fixiert und der Halteriemen bewegte sich den Spalt entlang bis über die Tür. Er lies Hanna genug Freiheit, dass sie ihre Beine etwas lockern und ausschütteln konnte
Sie dachte an das eben Erlebte. Das war also das Losverfahren. Sie hatte gezogen, wer als nächstes hingerichtet wird und soll dessen Zelle beziehen. Es war ein seltsames Gefühl.
Plötzlich wurde Hanna klar, dass es sie heute doch noch erwischen kann. Der Chip mit Ihrer Zellennummer war wieder in der Trommel und aus den geschlossenen Kabinen des Transporters würden noch zwei Häftlinge einen Chip ziehen müssen. Sie schätzte die Zahl der Chips in der Trommel auf 70. Wenn noch zwei Auslosungen statt finden, lag die Chance, dran zu kommen bei 1 zu 34. Hanna fing an zu zittern.

Es muss knapp eine Stunde vergangen sein. Hinter Hanna öffnete sich die Tür. Sie drehte sich um und ihr stockte der Atem. Etwa 25 Meter vor ihr stand ein Galgen, so wie man ihn vielleicht aus Filmen kennt. Hanna sah, dass ein nackter Mann in der Schlinge hing und gerade in eine Luke im Erdboden unter dem Galgen herab gelassen wurde. Sie sah seine offenen Augen und die heraus stehende Zunge. War er es, dessen Todeszeitpunkt Hanna mit ihrem Los bestimmt hatte....??.
Hanna konnte nur noch den Oberkörper sehen, der Rest war schon in der Luke verschwunden. Sie fragte sich, ob etwas an den Gerüchten wahr ist, dass ein Mann beim Hängen eine Erektion bekommt oder gar ejakuliert. Und wie ist das bei einer Frau? Im selben Moment wunderte sich sich über solche Gedanken in ihrer Lage und sah, wie der Mann ganz im Erdboden verschwunden war. Inzwischen hatten sie zwei Polizisten links und rechts an den Armen gegriffen und führten sie über den Hof. Im Vorbeigehen sah Hanna noch, wie die leere Schlinge wieder hochgezogen wurde und etwa 1,6 Meter über dem Boden des Galgens. schaukelte. Die Falltür des Galgens schloss sich mit einem kurzen Zischen. Unter der Luke im Erdboden sah Hanna eine Art Förderband, bevor eine seitlich einschwenkende Metallplatte mit wannenförmigen Rändern auch diese Öffnung verschloss.

Der Hof war kreisrund mit einem Durchmesser von etwa 50 Metern. Zu drei Vierteln wurde er von den Gittertüren der 1,5 Meter breiten Zellen abgeschlossen, welche sich über zwei Etagen erstreckten. Vor den oberen Zellen war ein Balkon, zu dem links und rechts je eine Treppe führte. Den restliche Bereich bildete eine Betonmauer. In welcher nur die Tür, aus der Hanna eben kam und noch ein zweiflügliges Tor waren. Der Galgen stand in der Mitte des Hofes. Der gesamte Hof war Gepflastert und mit einer modernen Konstruktion aus Stahl und Glas überdacht. Er war offensichtlich beheizt. Hanna war nackt und hatte trotz des frühen Wintereinbruchs nicht gefroren. Alles war durch große Scheinwerfer im Dach beleuchtet.


Die Polizisten führten Hanna in Richtung einer offen stehenden Zelle fast am rechten Ende der Zellenreihe im Erdgeschoss. Hanna ahnte, dass dies die Zelle mit der Nummer 63 war. In der Zelle angekommen nahmen die Polizisten Hanna die Fesseln ab und die Gittertür schlug zu. Hanna stand da wie hypnotisiert. Die ganze Zeit war kein Wort gefallen. Sie hätte nicht einmal die Gesichter der Polizisten beschreiben können.
Sie stand da und drehte langsam den Kopf. Die Zelle war an der Tür etwa 1,5 Meter breit und 2,5 Meter lang. Der Boden fühlte sich an wie straffer gummierter Schaumstoff. Nur die hinteren 50 cm waren aus Edelstahl mit einer Mulde auf der rechten Seite. Die Rückwand war ebenfalls aus Edelstahl und hatte in Brusthöhe eine Art kleine Schiebetür , etwa 40 cm im Quadrat. Einen Griff oder Hebel gab es daran nicht. Daneben, über der Mulde im Boden, sah Hanna einen schwenkbaren Wasserauslauf mit einem Hebel darüber. Ansonsten war die Zelle leer. Jetzt sah Hanna, dass in der Edelstahlwand ein Text eingraviert war. Sie erkannte ihn wieder: „GESETZ ÜBER DIE BESTRAFUNG VON STRAFTATEN........“
Hanna war seit vielen Stunden nicht mehr auf dem Klo. Sie untersuchte die Mulde in der Ecke. Der Durchmesser betrug etwa 35 cm. Der Boden hatte einen Abfluss und am oberen Rand waren sechs Düsen verteilt. Sie setzte sich darauf und erledigte ihr Geschäft. Jetzt hätte sie Papier gebraucht. Sie schaute sich noch mal um und hob dabei den Po an. Da spritzte warmes Wasser aus den Düsen und sie wurde unten gewaschen. „Welch ein Luxus in der Todeszelle“, dachte Hanna.
Schemenhaft erkannte Hanna durch die engen Gitterstäbe in ihren Nachbarzellen je eine schlafende Frau. Eine Zelle weiter rechts schien ein Mann zu schlafen.

In der Todeszelle





Hanna hörte etwas auf dem Hof
und ging an die Gittertür.













Aus dem großen Tor kamen zwei Polizisten. Hanna konnte nicht erkennen, ob es die beiden von eben waren. Sie gingen über den Hof auf eine Zelle links zu. Dort schienen sie etwas zu dem Insassen zu sagen. Nach zwei Minuten gingen sie in die Zelle und kamen mit einem Mädchen mit auf dem Rücken gefesselten Händen wieder heraus. Sie war kaum älter als 18. Über den Hof ging sie noch alleine zwischen den Polizisten. Aber als sie die Treppe zum Galgen hoch sollte, leistete sie Widerstand. Doch die Polizisten brachten sie mit geübten Griff nach oben. Schnell führten sie das Mädchen auf die Falltür. Der Eine legte ihr die Schlinge um den Hals, während der Andere sie fest hielt. Das Mädchen fing an zu wimmern. An einem Kasten auf dem Geländer des Galgens leuchtete eine Lampe rot auf. Nach 10 Sekunden wurde sie grün. Ein Polizist entnahm dem Kasten Papiere und begann vorzulesen. Hanna konnte nicht verstehen, was er sagte. Es war zu weit weg und das Wimmern des Mädchens übertönte die Worte. Dann griff der Polizist den Hebel und zog ihn zu sich. Die Falltür sprang auf und das Mädchen fiel knapp 2 Meter in die Tiefe.
Ein Knacken und es war schlagartig still. Die Lampe fing an zu blinken, erst langsam, dann ein paar Zyklen schneller, dann wieder langsamer bis sie nach 15 Sekunden aus bleib. Die Polizisten waren unterdessen wieder vom Galgen gegangen und verschwanden durch das Tor. Der Körper des Mädchens hatte nach dem Fall kurz gezuckt und hing nun ruhig in der Schlinge. Zwischen ihren Beinen lief Flüssigkeit herab in die Schale unter dem Galgen. Die Lampe blinkte nun im Sekundentakt rot.







Zehn Minuten später schob sich unter dem Galgen die Wanne zur Seite und gab das Förderband im Boden frei. Der Körper des Mädchens senkte sich herab, die Schlinge weitete sich und rutschte mit schlangenhaften Bewegungen über ihren Kopf.
Hanna drehte sich um und musste würgen. Sie konnte es nicht fassen: so sah das also aus, so schnell wurde aus einem gesunden hübschen jungen Mädchen eine Leiche, die unter der Erde mit einem Förderband abtransportiert wurde.... Verschwommen sah sie die Worte aus dem Gesetz vor sich: „Futtermittelindustrie .... Raubtierfütterung“.
Sie stolperte in die Ecke und musste sich übergeben. Völlig fertig und leer blieb sie auf dem Boden liegen und schlief ein. So bekam sie nicht mehr mit, wie ein ca. 60-jähriger Mann in die Zelle des Mädchens einzog und eine Frau aus einer Zelle ganz in ihrer Nähe hingerichtet wurde. In deren Zelle zog anschließend ein überaus dickes junges Mädchen ein.

Nach traumlosen Schlaf wachte Hanna auf. Sie setzte sich auf und brauchte ein paar Minuten um zu sortieren, wo sie war. Sie lies die Erlebnisse des letzten Tages und der Nacht noch ein mal an sich vorbeiziehen. In ihrer sachlichen Art analysierte sie ihre Lage. Sie war also unwideruflich zum Tode verurteilt worden und saß jetzt hier in ihrer Todeszelle. Sie war Zeuge einer Hinrichtung geworden und würde wohl noch andere sehen. Jederzeit könnte sie selber dran kommen. Hanna hoffte, dass nicht so schnell Ihre Nummer gezogen wird und sie noch etwas zu leben hat. Sie war noch nicht bereit.

In der linken Nachbarzelle hörte sie ein leises Schluchzen. Zusammengekauert saß das Mädchen auf dem Boden und weinte. Hanna sah, dass sie noch sehr jung sein musste.

„Hallo, Hallo Neue“, kam es von rechts. Hanna drehte sich um und sah ihre rechte Nachbarin hinter den Gitterstäben stehen. „Ich bin Ute, Ich hab gar nicht gemerkt. wie du heute Nacht hier angekommen bist“. „Ich bin Hanna. Bist du schon lange hier?“. „Ja“, antwortete Ute, „etwa ein halbes Jahr, das ist viel länger als die meisten. Ich hab schon sehr viele kommen und gehen sehen“
Eine Zelle weiter schaute der Mann herüber .“Hallo“, rief er, „ ich bin Horst und erst sechs Tage hier“. Hanna wurde sich ihrer Nacktheit bewusst und schämte sich ein wenig.
Ute hatte das bemerkt. „He, hab dich nicht so, wir sind alle nackt“. Hanna musste schon eine ganze Weile aufs Klo. Aus Scham hatte sie es aber bist jetzt unterdrückt. Lange kann sie es nicht mehr aushalten. „Ja ich weiß, aber ich bin das nicht gewöhnt. Am schlimmsten ist, dass ich mal muss und nicht kann, wenn jemand zuschaut“. „Ich helfe dir“, sagte Ute und stellte sich so in ihre Zelle, dass sie Horsts Sicht zu Hannas Klo verdeckte. Sie drehte sich mit dem Rücken zu Hanna. „Danke“, flüsterte Hanna und hockte sich über das Klo. Als sie fertig war, wartete Hanna auf den reinigenden Wasserstrahl. Aber nichts passierte. „Warum kommt kein Wasser“, fragte sie Ute. Die drehte sich um. „Du musst dich richtig drauf setzen. Da sind irgend welche Sensoren, die merken, wenn du wieder aufstehst und schalten dann das Wasser ein. Und oben aus dem Hahn, da kommt auch Wasser raus, warm und kalt. Das ist zum waschen und trinken. Zum trinken kannst du den Hahn nach oben drehen. Einmal die Woche gibt es Seife. Und alle, egal ob Männlein oder Weiblein bekommen einen Rasierer. So einen Luxus hatte ich vor meiner Verurteilung nicht. Ich hab in einem Abbruchhaus gelebt ohne Wasser und Strom. Habe ich mich mit Einbrüchen und Überfällen über Wasser gehalten gehalten. Wir waren eine Clique von sechs Leuten, Zwei Mädchen und vier Jungs. Einmal ist was schief gegangen. Bei einem Einbruch standen plötzlich die Besitzer der Wohnung da, er mit 'ner Flinte und sie mit 'ner Pistole. Zwei Jungs von uns reagierten blitzschnell. Sie stürzten sich auf die Beiden und nahmen ihnen die Waffen ab. Dabei hat einer den Mann mit dem Kopf auf die steinerne Kaminbank gestoßen. Blutend bleib der liegen. Wir stritten uns, was nun werden soll. Der Mann war vielleicht tot. Die Frau hatte unsere Gesichter gesehen und wir hatten uns mehrmals mit Namen angeredet. Da nahm meine Freundin die Pistole und schoss die Frau nieder. „Es musste sein“, war ihr Kommentar. Sie sah, dass der blutende Mann zuckte. Sie schoss ihm mit den Worten: „Zur Sicherheit“ in den Kopf. Wir rannten aus dem Haus und tauchten an verschiedenen Orten unter.
Nach nur vier Tagen hatte sie uns. Die Gerichtsverhandlung war kurz. Alle sechs wurden wir zum Tode verurteilt. Meine Freundin wegen zweifachen Mordes zum Tode nach Klasse 3,. einer der Jungs wegen schwerer Körperverletzung nach Klasse 2 und wir restlichen vier wegen Einbruchs nach Klasse 1. Die anderen sind schon alle hingerichtet. Bei meiner Freundin hat es fast eine Stunde gedauert. Ich sehe und höre heute noch vor mir,wie sie gestrampelt und gröchelt hat. Ich glaube, sie hat die ganze Zeit zu mir her geschaut.











Ich bin froh, dass es bei mir schnell gehen wird. Nach welcher Schwereklasse bist du verurteilt“, fragte sie. Aber ohne ihren Redeschwall zu unterbrechen ging es weiter: „Horst hier neben mir, der ist nach Klasse 2 verurteilt, der ist mehrmals ohne Führerschein Auto gefahren und hatte deshalb auch schon eine Vorstrafe von früher, als es noch Haftstrafen gab........ „
Hanna war von dem Redeschwall erlöst als sich die Luke in der Metallwand öffnete und dahinter eine Nische zum Vorschein kam. Neugierig schaute sie hinein. Da dampfte ein Plasteteller mit Suppe. Außerdem lagen da noch zwei Folietütchen und ein Einmalrasierer. Das wollte sie sich später anschauen. Aus der Nachbarzelle kam ein: “Guten Appetit, hier schmeckt es immer gut“.Die Suppe roch wirklich recht gut und Hanna hatte ja auch Hunger. Es schmeckte ihr und war genug, um satt zu werden.
Nach dem Essen schaute Hanna sich die Päckchen an. Es waren Seife und Rasierschaum. Ihr fiel ein, dass sie sich ewig nicht mehr richtig gewaschen hat. Im Untersuchungsgefängnis gab es nur kaltes Wasser aus einem sehr kurzen Wasserhahn über einem Miniwaschbecken. Da war das hier ja schon fast eine Dusche. Und so nutzte Hanna es auch. Ute lächelte sie an und stellte sich wieder so, dass Horst nichts sehen konnte. Hanna rasierte sich auch die Schamhaare ab, die in den letzten 10 Wochen zu einem dichten Busch gewachsen waren. Eigentlich konnte es ihr hier ja egal sein, aber sie hatte Haare da unten noch nie leiden können.
Das fehlen eines Handtuchs störte sie nicht weiter, da es angenehm warm war. Hanna fühlte sich endlich wieder frisch. Sie vergaß fast wo sie war und legte sich auf den Rücken, als würde die Sonne über Ihr scheinen. Dabei streckte sie alle Viere weit von sich. Aber da schien keine Sonne, Nur so eine Halbkugel war über ihr, wie sie in Kaufhäusern hängen. Dahinter waren die Kameras. Sie zuckte zusammen, wollte mit den Händen ihre intimen Stellen bedecken, hielt aber noch inne und dachte: „Ute hat recht, das hat sowieso keinen Zweck“. Bei dem Gedanken, dass da jemand Fremdes an einem Bildschirm sie beobachtete, fühlte sie ein angenehmes Prickeln in der Beckengegend und spreizte die Beine noch ein wenig weiter.. Etwas erschrocken war sie dann schon, so etwas hatte sie bisher noch nicht an sich bemerkt.

Sie dachte an früher, an Leo und an ihr schönes Leben. Sie wünschte sich. zwar, dass das noch nicht alles vorbei sein soll, hatte ihr Schicksal aber schon einigermaßen akzeptiert.

Leise wimmerte das Mädchen nebenan. Hanna hockte sich an die Gitterstäbe und sagte:“Hallo Kleine, du musst was essen“. Ute flüsterte von der anderen Seite: „Das hat keinen Zweck. Die ist drei Tage hier und hat noch nicht einmal was gegessen. Der vor dir hier drin war, hat auch schon versucht, ihr zuzureden. Die hockt immer nur da und weint.“

„Kleine, iss was, die Suppe schmeckt richtig gut.“ Hanna könnte die Schulter des Mädchens mit ihrem ausgestreckten Arm durch die Gitterstäbe erreichen. Sie überlegte, ob sie sie berühren soll. „Noch verstörter kann sie nicht werden“, dachte sie und streichelte leicht über die Schulter. Das Mädchen zuckte, zog sich aber nicht zurück. Hanna versuchte es noch einmal. „He Kleine....“, sagte sie streichelnd mit sanfter Stimme. Das Mädchen weinte weiter und rutschte bis an die Stäbe zu Hanna heran.
Hanna streichelte ihr jetzt über das Haar. „ Kleine, du musst was essen“. „Ich heiße Lisa“, schluchzte das Mädchen. Sie hatte immer noch den Kopf auf den Knien. Nach einer Weile hob sie den Kopf und schaute Hanna an. Sie schaute Hanna in die Augen und schluchzte: „I...ich...Ich soll hier aufgehängt werden...“. Hanna musste sich selber die Tränen verkneifen. Was sollte sie jetzt antworten. Hanna sagte erst mal gar nichts und streichelte Lisa weiter.
Lisa griff Hannas Hand und hielt sie fest. Sie drückte die Hand und sagte: “Danke“.“Bleib bitte hier“, bat sie nach einer Weile, stand auf, ging zur Nische und setzte sich mit ihrer Suppe wieder zu Hanna. Hastig löffelte sie die schon kalte Suppe aus. Sie kratzte den letzten Tropfen vom Teller. bevor sie ihn zur Seite stellte.
Hanna fragte: „Willst du reden?“. Lisa nickte, aber sie sagte erst mal kein Wort. Hanna kam die Ruhe sehr lang vor und begann zu selber zu erzählen: „Ich heiße Hanna. Ich bin auch zum Tode verurteilt. Gestern war der Urteilsspruch und heute Nacht bin ich hier angekommen.“ Lisa schaute sie aufmerksam an. Hanna deutete das als Aufforderung, weiter zu erzählen: „Ich habe Leute im Internet um ihr Geld betrogen und so einen ziemlichen Schaden angerichtet. Ich habe auch Angst vor dem Hängen. Aber das ist, glaube ich, völlig normal.“ Sie lies eine kurze Pause. Dann fragte sie: „Und warum bist Du hier?“. „Ich habe den Vater meines Freundes nieder gestochen.“, fing sie jetzt erstaunlich gefasst an zu erzählen. „Der hat sich immer wieder sexuell an meinem Freund vergangen und als ich eines Tages dazu kam, sind mir die Sicherungen durchgebrannt. Da lag ein Schraubenzieher auf dem Tisch, den hab ich genommen und auf den Vater eingestochen. Immer wieder und wieder, bis er sich nicht mehr bewegt hat. Der Richter sagte, es waren 23 Stiche und ich hätte dafür Schwereklasse 3 bekommen müssen. Ich hatte aber im Affekt gehandelt. Das machte eine Klasse weniger aus. Wenn der Schraubenzieher nicht da gelegen hätte, wäre vielleicht gar nichts passiert. Das Ganze war einen Tag vor meinem 16. Geburtstag. Da galt noch Jugendstrafrecht. Deshalb gab es noch eine Klasse weniger. So richtig weiß ich aber nicht, was das mit den Schwereklassen bedeutet. Mein Anwalt ahnte, was kommt, und hat mir das vor der Urteilsverkündung zwar erklärt, aber da war ich so fertig und habe nur geheult, dass ich gar nichts kapiert habe. Ich finde das so ungerecht. Wenn mein Freund die Vergewaltigungen beweisen könnte und seinen Vater angezeigt hätte, würde sein Vater jetzt hier sitzen. Da wäre der dann doch auch tot. Warum... warum muss ich jetzt auch noch sterben!!??“. Lisa fing wieder an zu schluchzen und Hanna streichelte ihr sanft über die Haare. „Wie... wie ist das mit den Klassen?“, fragte sie ängstlich. Hanna überlegte kurz und fragte: „Hast du schon eine Vollstreckung gesehen?“. „Nein, ich hab nur hier gehockt und geheult“. Hanna wollte Lisa jetzt nicht mit Details aufregen und sagte: „Bei den Klassen zwei und drei dauert der Tod etwas länger. Bei dir geht es aber ganz schnell und du merkst gar nichts. Ich hab das heute Nacht gesehen“. Schluchzend nickte Lisa. „Ich möchte jetzt etwas schlafen“ sagte Lisa ruhig. „Schlaf gut... und denk an was Schönes“, Hanna kam sich vor, als wäre sie schon ewig hier und wüsste über alles Bescheid.
Aber auch sie hatte noch viele Fragen. Auch wenn sie etwas Angst vor Utes Redeschwall hatte, rückte sie rüber zu ihr. Ute saß an den Stäben und hatte die ganze Zeit gespannt zugehört. „Das hast du ja Prima gemacht, bist du Psychologin? Wir versuchen schon seit drei Tagen, an sie ran zu kommen“, flüsterte sie. Hanna ging darauf nicht ein, sie hatte selber noch einige Fragen. „Wie viele Hinrichtungen sind es denn jeden Tag und sind die immer Nachts?“ „Das ist unterschiedlich, so zwischen 5 und 15 in der Woche.“ „So viele?“ „Ja, die meisten sind so nachmittags bis in die Abendstunden. Wenn mehrere mit einem Transport ankommen, ist es meistens nachts oder sehr früh. Wahrscheinlich holen sie die Leute da von mehreren Gerichten ab und deshalb dauert die Fahrt so lange.“ Ja, das konnte Hanna bestätigen: “So war bei bei mir gestern, wir waren vier“. „Heute ist Samstag, da tut sich nichts mehr, und morgen am Sonntag erst recht nicht.“ Hanna hörte das mit Erleichterung. Also konnte ihr bis Übermorgen nichts passieren. Sie wunderte sich, wie sie eiskalt ihre Lebenserwartung berechnete.
Hanna fing an zu gähnen, „sei mir nicht böse, aber ich bin müde. Gute Nacht“
„Gute Nacht“, sagte Ute, die sich inzwischen auch schon lang gestreckt hatte und rollte zur anderen Seite ihrer Zelle.
Hanna sah noch mal mal nach Lisa. Die lag zusammengerollt an den Gitterstäben zu Hannas Zelle und schlief mit ruhigem Atem.
Hanna legte sich in ihre Nähe war nach wenigen Minuten eingeschlafen.
Irgend wann in der Nacht wurde Hanna durch Geräusche wach. Schlaftrunken dachte sie „Holen die jetzt doch jemanden, hoffentlich nicht mich“. Aber es war nur ein leichtes Stöhnen aus der Richtung von Utes Zelle. Ute stand mit ihrem Po an den Gitterstäben zu Horsts Zelle und hatte die Fingerspitzen vor sich auf dem Boden abgestützt. Horst stand dahinter und fickte Ute durch die Gitterstäbe.
Hanna drehte sich wieder um und legte ihren linken Arm durch das Gitter um Lisa. Lisa rutschte noch etwas näher heran. Sie schien aber nicht wach zu sein. Hanna dachte sehnsüchtig an Leo und schlief wieder ein..

Am Sonntag wachte sie irgendwann vormittags auf. Ute unterhielt sich leise mit Horst. Lisa saß vorne an der Gittertür und aß ein Brötchen. Dabei schaute sie gebannt auf den Galgen.
Hanna sah nach, ob es draußen was zu sehen gibt. Aber es war alles ruhig.
In der Nische lagen zwei mit Wurst und Käse belegte Brötchen. Hanna wollte sich eins nehmen. Sie ließ es aber. „Du wirst doch wohl auf deine letzten Tage nicht unordentlich werden“, dachte sie und wunderte sich über ihren eigenen Galgenhumor.
Also benutzte sie das Klo, 'duschte' sich unter dem Wasserhahn und rubbelte sich mit den Fingern über die Zähne. Hanna sah, wie Horst sie die ganze Zeit beobachtete. Aber es machte ihr schon fast nichts mehr aus. Unter dem Wasserstrahl rief Sie zu Ute: „Wann gibt es Seife?“ „Nur Samstags“.“Schade“, sagte Hanna und streifte sie sich das Wasser so gut es ging mit den Händen von der Haut. Während sie die Hände an der Luft trocken schüttelte dachte sie: „Nicht ganz wie zu Hause, aber es geht“.
„Lass es dir schmecken“ begrüßte sie Lisa und setzte sich mit ihren zwei Brötchen zu Lisa. „Du hast ein paar Tage nichts gegessen, willst du eins?“ Hanna aß früh nie viel. „Oh ja gerne, das mit Käse“., sprach Lisa und steckte die Hand durchs Gitter. Hanna musste lächeln und freute sich, dass Lisa so gut drauf war.
Sie unterhielten sich den ganzen Tag über alles Mögliche. Am Nachmittag wurde wieder ein Teller in die Nische gestellt. Es war ein undefinierbares Nudelgericht, schmeckte aber nicht schlecht.
Irgend wann legten sie sich hin. Diese Nacht wurde Hanna nicht gestört.
Am Montag früh war Hanna nicht gut drauf. Sie wusste, ab heute könnte es passieren..... Und sie hatte Angst davor. Trotzdem versuchte sie, ihren Tag so wie gestern zu beginnen. Sie wollte Lisa, die wieder an der Tür saß, nicht beunruhigen.
Aber den ganzen Montag passierte nichts, den Dienstag auch nicht und der Mittwoch brachte bis in die frühen Abendstunden auch nichts anderes. Ute rief ein paar mal: „Was ist denn los, haben die Gerichte Ferien?“
Hanna hatte von Tag zu Tag mehr Angst vor dem nächsten Tag. In ihrer berechnenden Art wusste sie, mit jedem Tag steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es am nächsten Tag passiert. Hanna fiel auf, dass sie die ganze Zeit keinerlei Personal gesehen hatte. Auch durch die Nische in der Wand konnte sie nichts sehen, da die vordere und hintere Klappe nie zugleich geöffnet wurden.
Der Donnerstag begann wie alle anderen Tage. Erst am Nachmittag, das Essen war noch nicht da, öffnete sich das Tor gegenüber. Zwei Polizisten gingen über den Hof in ihre Richtung. Hanna hielt sich an den Stäben fest, ihr sackten die Knie weg. Sie unterdrückte ihren Ausruf: „Nein, nein.“ Was ist, fragte Lisa und kam zur Tür. Die Polizisten kamen etwa 4 Zellen weiter an. Hanna atmete auf. „Lisa, glaubst du, dass du das sehen willst? Bist du schon soweit?“ „Ja, wie besprochen“, antwortete Lisa. Sie hatten die letzten Tage viel über die Hinrichtungen gesprochen und sich gegenseitig Kraft gegeben. Lisa und Hanna rückten zusammen und hielten sich an den Händen durch die Gitterstäbe fest.
Die beiden Mädchen konnten hören, wie ein Polizist durch die Zellentür sprach:“ Es ist soweit, Sie sind dran. Sie können noch mal aufs Klo gehen.“ Kurz darauf ging einer der Polizisten in die Zelle und kam mit einem Mädchen, kaum älter als Lisa, wieder raus. Die Hände waren ihr auf dem Rücken gefesselt. Es war ein hübsches Mädchen, ein zierlicher Körper mit langen Beinen, einem runden Po und großen festen Brüsten. Das niedliche Gesicht war von schulterlangem blonden Haar eingerahmt. Hanna fragte sich, was so ein unscheinbares Mädchen verbrochen hat, um hier sterben zu müssen.
Das Mädchen ging vor den beiden Beamten mit erhobenen Kopf her, stieg ohne zu zögern die Treppe zum Galgen hinauf und stellte sich auf die Falltür. Hanna sah zu Lisa. Die verzog keine Mine und schaute gebannt zu.
Dann schaute Hanna mit fragenden Blick zu Ute. Die saß hinten in ihrer Zelle und rief:“ Das hab ich schon so oft gesehen.“ Lachend setzte sie fort: „Wenn du willst, schau ich bei dir aber wieder zu“ „Die hat aber einen Galgenhumor“, sagte Lisa.
Derweil hatten die Polizisten dem Mädchen die Schlinge um den Hals gelegt. Sie stand mit immer noch erhobenen Kopf da, als würde sie eine Auszeichnung bekommen, aber nicht als würde sie gleich sterben müssen. Die Anzeigelampe leuchtete rot und wurde dann grün, Aus dem Kasten schoben sich ein paar Blätter, die der eine Polizist in die Hand nahm. Von dem vorgelesenen vernahmen Lisa und Hanna nur Wortfetzen:“ Helerei....Drogen.......verurteilt.....bis.... eintritt......“. Dann zog der Beamte den Hebel. Die Falltür sprang auf. Nach etwa zwei Meter freien Fall bleib das Mädchen mit einem Knack in der Schlinge hängen, Ihr Körper zitterte ein paar Sekunden. Lisa drückte Hannas Hand ganz fest. Dann wurde das Mädchen ruhig. Die Anzeige hatte ein paar mal grün geblinkt und war nun aus. Während die Polizisten den Galgen wieder verließen begann die Lampe in Sekundentakt rot zu blinken.
„So schnell geht das“, fragte Lisa. „Ja, so wird es auch bei dir sein. Die Schlinge bricht dir das Genick und du bist sofort tot.“ „ Und das tut nicht weh? Die Lampe hat aber noch geblinkt“ „Du merkst gar nichts. Die grüne Lampe zeigt den Herzschlag an. Das Herz schlägt noch ein paar Sekunden weiter, wenn du schon tot bist.“, antwortete Hanna beruhigend, obwohl sie es selber nicht genau wusste.
Inzwischen hatte sich unter dem Galgen der Boden geöffnet. Der tote Körper des Mädchens wurde auf das Förderband abgelegt und verschwand. „Was passiert jetzt mit ihr?“, fragte Lisa weiter. Hanna überlegte kurz, wie sie es sagen sollte :“Das weiß ich auch nicht genau, aber in dem Gesetz steht, dass die Körper zu Tierfutter werden. Klingt irgendwie grausam, aber es ist ja blos noch ein toter Körper ohne Seele“ „Ja, ich glaube du hast recht, das hat mir jetzt sehr geholfen.“. Hanna staunte, wie gut Lisa alles verarbeitete. Auch Ihr half es, gemeinsam mit Lisa darüber zu reden. Sie hatte jetzt weniger Angst, auch wenn sie wusste, dass es bei ihr länger dauern würde.
Die Polizisten brachten einen etwa 30-jährigen Mann in die Zelle des jungen Mädchens. Dann verschwanden sie. Wenige Minuten später kamen sie wieder, um einen Mann Mitte 20 aus seiner Zelle zu holen. Hanna wollte heute eigentlich nicht mehr zuschauen, aber da war immer noch die Frage mit der Erektion beim Hängen. Also blieb sie an der Tür stehen und schaute weiter zu. Auch Lisa blieb mit da. Der Mann fiel beim Öffnen der Falltür nur etwa 20 cm tief. Erst hing er kurz ruhig, dann fing er an zu strampeln und zu treten. Und tatsächlich: er bekam eine prachtvolle Erektion. Er verdrehte die Arme und spreizte die Finger unnatürlich ab. Sein Kopf wurde erst ganz rot und lief dann blau an. Die Grüne Lampe blinkte immer schneller um dann wieder langsam zu werden. Diesmal war es Hanna, die die Hand ihrer Nachbarin fest umklammerte. Lisa fragte: „So wird es bei dir sein?“ Hanna nickte nur. Nach etwa 6 Minuten hörten die Bewegungen des Mannes auf. Die Lampe blinkte noch ein paar mal unregelmäßig auf. Dann erlosch sie genau so, wie auch das Leben des Mannes erloschen ist. Das darauf folgende Blinken im Sekundentakt zeigte an, dass die Hinrichtung beendet ist. Nach 10 Minuten wurde die Leiche abgelegt.
Die beiden gingen von der Tür und bekamen nicht mehr mit, wer in die Zelle des Mannes eingezogen ist.
Dann war wieder Ruhe. Zum Essen gab es Huhn mit Brot. Hanna war doch ein wenig mitgenommen und legte sich schlafen. Lisa tat es ihr gleich und diesmal schob sie ihren Arm durch die Gitter und legte ihn um Hanna.
In der Nacht musste noch ein Transport angekommen sein, denn am nächsten Morgen war Horst nicht mehr da. An seiner Stelle war eine junge Frau, die Ute gleich mit ihren Erzählungen überschüttete. Die Frau schien sich schon mit ihrer Situation abgefunden zu haben. Sie machte einen ruhigen und gelassenen Eindruck.
So vergingen die Tage. Es war ein kommen und gehen rings um Hanna. Sie erschrak immer sehr, wenn die Polizisten in ihre Richtung auf die Zellen zu kamen. Lisa war inzwischen so weit, dass sie nicht mehr auf das Unausweichliche warten wollte und immer hoffte, dass es soweit sei. Das Leben hier sei ja auch kein richtiges Leben mehr. Hanna konnte sie von Tag zu Tag mehr verstehen und wusste bald nicht mehr, was sie hoffen sollte, wenn die Polizisten kamen: „Ja, kommt her, genau hier her, holt mich.“ oder doch:“ bitte biegt ab, bitte noch nicht ich“. Hanna wunderte sich, wie sie und die anderen Verurteilten sich so schnell mit der Situation abfanden. Alle waren sehr ruhig. Ihr kam der Verdacht, dass irgendwelche Medikamente mit dem Essen verabreicht wurden.
Irgend wann hatte Hanna eine Hinrichtung der Schwereklasse 3 gesehen. Es war das Dicke Mädchen, welches in der Nacht mit ihr angekommen war. Als die Falltür aufging, fiel sie nicht einen cm, sondern hing sofort in der Schlinge, die sich aber nicht gleich zuzog. Die Dicke hatte bestimmt eine halbe Stunde in der Schlinge gezappelt und getreten. Die ganze Zeit war ein fürchterliches Krächzen und Würgen zu hören. Sie machte spastische Bewegungen mit ihrem ganzen Körper. Die grüne Lampe hatte lange Zeit rasend schnell geblinkt, dann wurde sie langsamer. Als der Körper fast ganz still war, kackte und pisste sie in die Wanne im Boden. Später wurde der Körper auf dem Förderband abgelegt. Die Wanne kam wieder völlig sauber aus dem Boden geschwenkt und verschloss die Öffnung.
Dieses Erlebnis fand Hanna so grausam, dass sie bei keinen weiteren Hinrichtungen zuschauen wollte. Lisa dagegen lies sich keine Hinrichtung entgehen. Manchmal sah sie dabei richtig abwesend aus, hatte die Augen starr und weit geöffnet zum Galgen gerichtet.
Am Freitag, genau zwei Wochen nach Hannas Verurteilung, passierte es. Lisa und Hanna hatten zusammen gefrühstückt. Lisa hatte wie meistens Hannas zweites Brötchen gegessen. Sie hatten niemanden kommen gehört. Plötzlich standen die zwei Beamten vor Lisas Zelle. Lisa wurde kreidebleich. „Es ist so weit“, sagte der größere ruhig „Wenn Sie wollen, können Sie noch mal aufs Klo gehen“. Lisa musste nicht, aber setzte sich doch auf die Vertiefung im Fußboden. Sie winkte Hanna heran: „Das war es dann wohl. Leb wohl inzwischen, wir sehen uns auf der anderen Seite wieder“. Lisa liefen Tränen über die Wange und Hanna konnte es auch nicht unterdrücken. „Ja, ich komme auch bald nach. Sei tapfer“, schluchzte sie. „Genug jetzt“rief der Polizist und öffnete die Zellentür.

Die Polizisten kamen herein und fesselten Lisa die Hände auf dem Rücken.






Dann führten sie Lisa über den Hof. Lisa drehte die ganze Zeit den Kopf und schaute zu Hanna zurück. Auf halben Weg brach sie zusammen. Die Polizisten versuchten vergebens, sie aufzurichten. Dann ging einer von beiden durch das Tor und kam mit einem Holzbrett wieder. Das Brett war etwa 1,6 Meter mal 50 cm groß und hatte unten rechtwinklig ein weiteres kurzes Brett angebracht. An den Seiten waren Räder. Mit den beiden Griffen oben sah das ganze aus wie eine Sackkarre. An dem Brett befanden sich mehrere große und kleine Riemen mit Klettverschluss. Der Polizist legte die Karre ab und half dem anderen, Lisa darauf zu legen. Die wirkte völlig apatisch und wehrte sich nicht. Aber sie schaute die ganze Zeit in Hannas Richtung. Auf dem Brett legten sie Lisa die Gurte um Fußgelenke, Knie, Oberschenkel, Hüfte und einen oberhalb der Brust an. Auch die Arme wurden gut fixiert. So schoben sie Lisa zum Galgen und zogen sie rückwärts die Treppe hoch. Oben nahmen sie die Räder ab und stellten Lisa mit dem Brett auf die Falltür. Es war ein Bild des Jammers wie sie dort in den Gurten hing und immer noch zu Hanna schaute. Die gewohnte Prozedur begann und als der Polizist zum Hebel griff, drehte Hanna sich weg. Sie hörte das Knacken von Lisas brechenden Genick und wenig später das Plätschern ihres letzten Wassers. Ohne noch einmal zurück zu schauen, ging Hanna nach hinten, setzte sich auf den Boden und weinte. Sie bekam nicht mit, wie ein älterer Mann in Lisas Zelle einzog. So saß sie den ganzen restlichen Tag dort ohne ihr Essen anzurühren. Irgendwann ist sie eingeschlafen.
Am Samstag früh, Hanna war gerade wach geworden, holten sie den Mann schon wieder ab. Hanna ging es wieder besser. „Wäre vielleicht gar nicht so schlecht, wenn man gleich dran käme.“, dachte sie.
In die Zelle kam ein gut gebauter Mann in ihrem Alter. Es war ein ganz anständiger Typ. Er drehte Hanna den Rücken zu, wenn sie sich wusch oder das Klo benutzte. Hanna konnte sich gut mit ihm unterhalten. Aber er versuchte Hanna an zu machen. Er sagte ehrlich, dass er gerne noch ein mal Sex haben möchte, bevor sein kleiner Freund für immer erschlafft. Hanna dachte an die Nacht, als sie Ute und Horst gesehen hatte. Und sie dachte an Leo. Sie hatte ihm ewige Treue bis zum Tod geschworen.
So vergingen eine weitere Woche und das Wochenende im gewohnten langweiligen Trott. So langsam war alles erzählt, es gab keinen Gesprächsstoff mehr. Man langweilte sich und hoffte immer mehr darauf, dass es bald vorbei sei. Am Montag gab es drei Hinrichtungen, eine am zeitigen Nachmittag und zwei hintereinander in der ersten Nachthälfte.

Die Vollstreckung

Am Dienstag lag Hanna auf dem Bauch in ihrer Zelle. Sie döste vor sich hin und hatte hintereinander die üblichen Geräusche von 5 Hinrichtungen gehört. Das: „SIE SIND DRAN“ lies ihr das Blut in allen Adern erstarren. Mit weichen Knien stand sie auf. „Sie können nochmal aufs Klo gehen“. Hanna schüttelte den Kopf.


Die Polizisten kamen herein und fesselten Hanna die Hände auf den Rücken. Jetzt kam sich Hanna so richtig hilflos vor, jetzt hatte für sie die Hinrichtung begonnen

Ute rief durch die Gitterstäbe: „Kopf hoch, Hanna, bald siehst du Lisa wieder. Nur auf mich müsst ihr lange warten, ich werde hier wohl an Altersschwäche sterben.“. Ute war ja schon länger als ein halbes Jahr hier und ihr Galgenhumor nahm von Woche zu Woche zu“










Hanna wurde aus ihrer Zelle in Richtung Galgen geführt. Sie konnte ihre Tränen nicht unterdrücken.










Die Stufen zum Galgen hoch wurden ihr langsam die Knie weich und als sie oben vor der Schlinge stand, konnte sich Hanna kaum noch auf den Beinen halten. Hanna sah, dass Ute diesmal wirklich an ihrer Zellentür stand und zu schaute.















Der Polizist zog Hanna die Schlinge um über den Kopf.. Hanna zitterte. Er legte seine Hand auf ihre Schulter und sagte mit sanfter Stimme: „Welche Klasse haben Sie?“. „Zwei“ „Bleiben Sie ruhig und atmen sie aus, wenn ich zum Hebel greife, dann wird es schnell gehen“








Nachdem der Polizist zurückgetreten war, sah Hanna die Anzeige neben sich rot leuchten. Dann hatte die Anlage Hannas Daten aus dem Armband ausgelesen sowie ihr Gewicht und Halsumfang ermittelt, um die Länge des Falls einzustellen. Die Anzeige sprang auf grün und die Papiere schoben sich aus dem Kasten. Der Polizist nahm sie und verlas: “Frau Hanna Neubert, geboren am 20. Mai 1982, Sie sind von einem ordentlichen Gericht dieses Landes des schweren Betruges und der Computerkriminalität für schuldig befunden worden. Die wurden verurteilt zum Tode durch Aufhängen am Hals, bis der Tod ein tritt. Die Strafe wird nach Schwereklasse zwei vollstreckt, dass heißt, Sie werden nach einem kurzen Fall in der Schlinge hängen. Der Tod wird nach wenigen Minuten eintreten. Das Urteil wird jetzt vollstreckt.“ Er griff zum Hebel und zog ihn schnell zu sich.



Hanna fühlte sich ganz leicht und im selben Moment durchdrang ein stechender Schmerz ihre Kehle. Die Schlinge hatte sich durch den Ruck nach kurzem Fall kräftig zugezogen und schnitt tief im Hals ein. Sie hatte Luftröhre und die Halsschlagadern abgedrückt.
Hanna versuchte zu atmen, aber es kam keine Luft durch ihre Kehle. Die Lunge brannte. Hanna begann, um sich zu treten, mit den Händen versucht sie, ihren Hals zu erreichen. Hannas Gesicht lief blau an. Das Herz raste, um das letzte bischen Sauerstoff im Körper zu verteilen. Die Anzeigelampe blinkte entsprechend schnell. Als die Schmerzen begannen unerträglich zu werden, setzte langsam die erlösende Ohnmacht ein. Hanna nahm ihre Umwelt nur noch verschwommen wahr. Sie glaubte, Ute winkend hinter ihrer Zellentür zu sehen.
Dann wurde ihr schwarz vor Augen. Drei Minuten waren bis jetzt vergangen.
Das Treten hörte auf und nur hin und wieder schüttelten Zuckungen Hannas Körper durch.
Die Lampe zeigte noch fast 10 Minuten lang Hannas immer langsamer werdenden Herzschlag an.













Noch während der tote Körper auf das Förderband abgelegt wurde, ging im Landgericht von Hannas Heimatstadt ein automatisch verschicktes Fax ein. Es vermeldete zum Abschluss der Akte Hanna Neubert, dass die Vollstreckung des Urteils ordentlich vollzogen wurde und der Tod genau um 18:39 Uhr und 12 Sekunden festgestellt wurde.




Nach der Vorlage der Kostenrechnungen für die ersten zwei Jahre seit Inbetriebnahme der Vollzugsanstalt Unterbach sah die Regierung ein riesiges Sparpotenzial in der Abschaffung der Wartehaft. Die Hinrichtungen sollten weiterhin zentral in der Vollzugsanstalt statt finden, damit alle Verurteilten gleich behandelt werden. Sie sollen in Zukunft sofort nach ihrer Ankunft in Unterbach auf den Galgen geführt werden. Eine entsprechende Änderung des Gesetzes wurde zwei Wochen nach Hannas Hinrichtung wirksam.
Man begann nun, die Zellen zu leeren. Wer neu ankam, musste drei Chips aus der Lostrommel ziehen. Der Neuankömmling und die drei Ausgelosten wurden im Anschluss hingerichtet.

Ute war als letzte übrig und es war kein Chip mehr in der Trommel. Sie wäre nie dran gekommen und hier wirklich eines Tages an Altersschwäche gestorben. Den Chip fand man nie. Ob Ute davon wusste?
Sie verlor nicht mal ihren Galgenhumor, als sie mit der Schlinge um den Hals auf der Falltür stand. Als der Polizist den Hinrichtungsbefehl verlesen hatte, sagte Ute: „ Entschuldigen Sie bitte, dass ich so nervös bin. Sie müssen mir glauben, es ist wirklich mein allererstes Mal“. Das letzte Wort sagte sie im fallen.

Ende
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